Freitag, 26. Dezember 2014

Abgestumpft

Teilnahmslos schaut er sie an.
Sie muss weinen und sagt, na dann.
Dreht sich um und verschwindet,
Aus dem Leben das verbindet.
Emotionslos schaut er hinterher.
Nicht zu weinen fällt ihm nicht schwer.
Dreht sich um und flüstert leise, na dann:
Geh ruhig alleine deinen Gang.

Montag, 10. November 2014

Der Mensch als Egoist

Am Ende wollen alle nur,
das was sie selber glücklich macht.
Oft dient dazu manch miese Tour,
damit man ja als Letzter lacht.

Donnerstag, 6. November 2014

Konturen am Horizont

Fühlte ich mich angekommen, besäße ich keinerlei Gründe, mich nach anderen Orten zu sehnen. Das Ganze Tun am Tage, nur des Überlebens willen, ist nicht das Tun was ich einst anstrebte.  Und je mehr ich mich winde, desto höher türmt sich der Berg, jener mich von dem trennt, was mich mit Freude erfüllte. Anstatt den Gipfel zu erklimmen, gradlinig gen Seelenheil, verharre ich starr und gehe ich den steinigen Weg immer und immer wieder nur vor meinem geistigen Auge.

Auf einmal erscheinst du am Horizont. Ganz zaghaft und verschwommen. Nichts würde ich mir mehr wünschen, als deine Konturen zu erkennen. Denn du wärest der Antrieb, den ich so sehr benötige. Komm bitte näher und begleite mich ein Stück. Ich verspreche dich zu tragen, wärest du des Wanderns nicht mehr in der Lage. Denn deine Nähe schenkte mir Kraft, die mir hier fehlt. 

Samstag, 2. August 2014

Wir sind nicht schuld

Such´ den Fehler!
Wer´s  der Hehler,
Der dir Flausen verkauft?
Dir die Flausen verkauft!
Irgendwo gibt´s jemand,
Der dich missbraucht,
Dich nur auslaucht.

Du bist nicht schuld!
Ich bin nicht schuld.
Wir sind das Rätsel, der Schlüssel zugleich.
Wir sind das Leben, der Tod nur kalkbleich.

Sie hat Farbe.
Du die Narbe!
Aber das lässt dich kalt,
Das lässt dich aber kalt. 
Irgendwann gibt’s jemand
Und das schon bald.
Hör doch, wie´s hallt:

Er ist nicht schuld.
Sie ist nicht schuld.
Du bist ihr Rätsel, ihr Schüssel zugleich.
Du bist das Leben, bist somit steinreich.

Sehnsucht vs. Freude

Ich spüre sie in mir
Die Sehnsucht nach dir
Die Begierde, der Wunsch
Den Schmerz pochend ganz dumpf
Ich spüre es in ihnen
Die Sehnsucht nach Schienen
Die Missgunst des Lebens
Die Idee des Schwebens
Ich spüre es in jenen
Die Sehnsucht zu sehnen
Das Verlangen, der Saum
Den Kummer im Traum
Ich spüre sie in mir
Die Freude ist hier
Erwachen erleben
Denn du liegst daneben

Freitag, 21. März 2014

Hiersein

Die Lösung war dein Name.
Erinnerung holt mich ein.
Weil ich krame.
Vermisse dein -
Hiersein.

Sonntag, 17. März 2013

Pflaster

Pflaster auf meinen Augen,
Heilen den Anblick ich musste ertragen.
Mein Herz will einfach nicht glauben,
Was sich vor mir zugetragen.
 
Hin und her gerissen zwischen gehen und bleiben,
Widerstehe ich Kehlen aufzuschneiden.
Lüge um Lüge, ich dich nicht mehr achte.
Was meinst du, was ich dachte?
 
Ich gehe, ohne zu sagen:
Auf Wiedersehen.
Ich sehe dich nicht wie vorher:
 
Ich sehe dich durch Pflaster.

Dienstag, 23. Oktober 2012

Sinn

Jede Nacht wachtest du
Im Dunkeln auf
Jeden Tag dachtest du
Im Stillen an
Etwas was dir
Fehlt

Mittwoch, 17. Oktober 2012

Kopfradio

Töne fliegen auf mich zu
Halten mich ab zu gehen
Halten mich ab zu tanzen
Halten mich ab zu reagieren
Nur meine Tränen
Die laufen.
 

Sonntag, 7. Oktober 2012

Kannst du mich sehen?

Kannst du mich sehen? Ja du, du da in der stillen Ecke. Zu sehr geblendet von all den Lichtern, die dir die Sicht versperren, um zu wissen, ob ich es bin, der dich da anlächelt. Warum sollte ich das schon tun? Du bist nicht schön. Doch vielleicht täuscht mich die Dunkelheit. Vielleicht bin ich zu sehr geblendet von all den Lichtern, die mir die Sicht versperren, um zu wissen, ob ich dich wirklich anlächeln sollte.  Oder bin ich derjenige, der dich blendet? Um deine Aufmerksamkeit zu erheischen, nur eins im Sinn: deine Liebe zu gewinnen. Um dir dann zu sagen: Geh lieber wieder in deine Ecke, dort bist du sicher vor mir.
 

Mittwoch, 5. September 2012

Ich erkenne mich nicht.

Verwoben in Gedankenstricke, ergebe ich mich fast kampflos meiner Entscheidungslosigkeit, über die anfallenden Perspektiven, mich dem Leben und der Liebe hinzugeben. Ich frage mich, wie mein Herz mir signalisiert, dass ich doch nah dran, gar richtig sei, auf dem Pfad zur Glückseligkeit. Es verharrt lieber bei der Fragestellung nach meinem wahren Ich und dem Bedürfnis jener genannten Hülle, die mit einer Seele gefüllt zu scheinen vermag. Uneingeschränkte Leidenschaft ohne die Idee nicht das Richtige zu tun, ohne zu zweifeln, ohne entscheiden zu müssen. Die richtige Handlungsweise zu wählen, möge sie ausfallen wie sie mag. Das Gefühl zu haben, hier bin ich Ich.  Den Mut zu besitzen, diesem Gefühl sofort und unzögerlich Vertrauen zu schenken. Für mich ergeben all die Ereignisse keine logischen Sinnzusammenhänge, um die Karte zu entschlüsseln, auf welche abenteuerliche Reise ich mich einlassen müsste, um unter Freudentränen erleuchtet zu werden. Mir liegt es fern, bestimmen zu können wer ich bin, was ich kann und was ich will. Ich suche mich, mache das Licht an und erkenne mich nicht.

Samstag, 16. Juni 2012

Umgekehrte Wahrnehmung

Du sagtest, ich sei dir wichtig.
Du sagtest, du seist froh mich zu haben.
Du sagtest, du fühlest dich wohl bei mir.
Du sagtest, du verlassest ihn nicht.
Ich schwieg und ging, so wichtig ich bin.

Samstag, 19. Mai 2012

Ein gutes Gefühl

Spüre einen kleinen Funken in mir
Lässt mich wieder hoffen
Erlebe mich völlig verwandelt
Obwohl ich unglücklich bin
Fühle ich Freude tief im Herzen
Könnte Bäume entwurzeln
Weiß nicht warum
Es ist einfach da
Dieses Gefühl
Glaube die Liebe ist daran schuld
Sie gibt mir Kraft
An das Schöne der Welt zu glauben
Bin so unendlich frei
Springe von einer Klippe
In ein Meer voller Wünsche
Kann mir jeden erfüllen
Lebe in einer anderen Welt
Finde Ecken voller Schätze
Wertvoller Balsam für meine Wunden
Mir ist so warm
Die Sonne strahlt direkt in mein Herz
Brenne gar vor Leidenschaft
Entfacht durch meine Gedanken
Gefühle überschwemmen mich
Löschen die Glut
Umarmen mich
Suchen meine Nähe
Hoffe es geht nie vorbei
Dieses Gefühl
Will es teilen
Verschenken
An die Menschen die ich liebe

Ein gutes Gefühl

Samstag, 28. April 2012

Der Kopf als Monopol

Antriebslos ist das Herz
Schlägt träge den Rhythmus
Zu voll gepumpt mit Schmerz

Bald ist die Pumpe leer
Kühlt ab und steht dann still
Rost fällt über sie her

Herzlos fällt man seichter
Der Kopf als Monopol
Ohne Schmerz ist´s leichter

Freitag, 27. April 2012

Und dann war sie weg

Warum tut das so weh
In meinem Herzen?
So weiß wie frischer Schnee,
So heiß wie Kerzen -
Wachs in mir ein Stück
Mit jedem Tropfen.
Jedoch schrumpft das Glück -
Verlor´n sind Hopfen
Und Malz schon bald bei mir.
Jemanden zu finden,
Ich die Hoffnung verlier,
Mich jemals fest zu binden.

An mir wird der Wachs hart,
Bröckelt ab von meiner Haut.
Bereue was ich tat.
Weich ihre Stimme doch laut
In meinen Ohren diese -
Sauer doch trotzdem traurig ist.
Kurz vor der großen Krise,
Der Ton ihrer Stimme mich frisst.
Nichts ist mehr da.
Nur Gefühle.
Die bleiben - Narr!
Ich mich küre,

Zum besten Freund der Welt.

Donnerstag, 26. April 2012

Projekt: unKunst - Kapitel Zwei: umDrehen


unKunst ist frei von Vorstellungen.
unKunst hat nicht den Anspruch Kunst zu sein.
unKunst will etwas verändern.

Mittwoch, 25. April 2012

Temporäre Verzweiflung

Tage vergehen,
doch eine Nachricht von dir bleibt aus.
Wann werde ich dich wieder sehen?
Überhaupt? Niemals? Ich muss raus!
Die frische Luft tut mir gut.
Ich schöpfe neuen Mut
Einfach nur zu leben,
Stark zu sein, nach Erfolg zu streben.
Es muss doch weiter gehen,
Ich muss doch ohne dich fertig werden!
Die Umstände jedoch muss ich nicht verstehen.
Wenn ich dran denke, will ich sterben.
Ja Herr Gott, ich habe einen Fehler gemacht -
Das weiß ich doch!
Denkst du ich habe mir ins Fäustchen gelacht?
Ich fiel in ein Loch,
Welches ich selbst grub.
Anstatt mir den Arm zu reichen,
Schüttest du es zu mit Wut.
Gehst du auch über Leichen?
Hast du keinen Mut mir es ins Gesicht zu sagen?
Ein komisches Gefühl im Magen.
Je mehr ich drüber nachdenke,
Desto weniger komme ich damit klar.
Ständig traurig, wenn ich mich nicht ablenke.
Wie lang ist es her, seitdem ich dich sah?
Kein Wort von dir
Und doch schwöre ich mir:

Ich gebe nie auf, Gedanken an dich zu verschwenden.

Montag, 23. April 2012

Ungewiss

Ein Sturm zieht auf
An uns vorbei
Du rennst, ich lauf
Wir sind dabei

Fliegen durch Luft
Am Meer entlang
Du fliegst, ich schwebe
Wir sind gespannt

Wo landen wir?
Die Zeit verennt
Du da, ich hier
Wir sind getrennt